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Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, was steckt dahinter?

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland an Demenz erkranken steigt stetig. Immer mehr Mitbürger sind 60 Jahre und älter. Gleichzeitig leben immer mehr Menschen alleine. Durch unsere Arbeit in der ambulanten Pflege erfahren wir, dass Angehörige von Demenzkranken sich häufig in einer verzweifelten Situation befinden. Einerseits sind da z.B. berufliche und familiäre Anforderungen auf der anderen Seite ist die Sorge um den Kranken und darum was passiert, während man nicht zu Hause sein kann. Bereits in den ersten konzeptionellen Überlegungen zum Haus Ernsdorfstraße war es den Gremien der Stiftung Diakoniestation wichtig für diese Menschen etwas zu tun.

Begleitung und Betreuung rund um die Uhr.

Die Wohngemeinschaft im Haus Ernsdorfstraße wird der beschriebenen Entwicklung begegnen und älteren Menschen lange ein geschütztes und würdevolles Leben ermöglichen. Das Konzept sieht vor, dass Menschen mit einer leichten bis mittelschweren Demenz aufgenommen. Menschen mit überschießenden Aggressionen oder Weglauftendenz können nicht aufgenommen werden.

Eins ist uns wichtig: Wir sind kein Pflegeheim!

Erhaltene Fähigkeiten werden gefördert, „verschüttetes“ nach Möglichkeit wieder eingeübt. Einkäufe und das Herstellen von Mahlzeiten werden gemeinsam, erledigt. Hierbei übernehmen die Bewohner/innen möglichst viele Aufgaben selbst. Jede/r bringt sich nach seinen individuellen Möglichkeiten ein. Die Übernahme von Aufgaben in der Gemeinschaft führt, so haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, zu neuem Lebensmut und zu größerer Zufriedenheit.

Angehörige sind herzlich willkommen!

Selbstverständlich sind Sie als Angehörige gerne in der Wohngemeinschaft gesehen! Wir wünschen uns, dass ein möglichst normaler Lebensrhythmus entsteht in dem Besucherinnen und Besucher eine Bereicherung des Tagesablaufs sind. Menschen, die an Demenz erkrankt sind, werden häufig durch ihre Angehörigen oder gesetzliche Betreuer vertreten. Die Zusammenarbeit mit Angehörigen und Betreuern nimmt deshalb einen besonderen Stellenwert ein.

Das Haus Ernsdorf

liegt mitten in Kreuztal, in unmittelbarer Nähe befinden sich Arztpraxis, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten und Haltepunkte des ÖPNV. Das Haus liegt zentral und doch ruhig. Es ist ohne Stufen erreichbar. Das ganze Haus ist barrierefrei gebaut und somit für Rollstuhlfahrer geeignet. In der Wohngemeinschaft leben Menschen mit einer leichten bis mittelschweren Demenz unter ständiger Betreuung. Zur Entwicklung des Konzeptes wurde von Beginn an gemeinsam mit den zuständigen Ämtern des Kreises Siegen-Wittgenstein zusammengearbeitet. Die Einrichtung gilt im Kreis als modellhaft. Die Mitglieder der Wohngemeinschaft sind Mieter. Jede/r wird ein eigenes, helles, freundliches Zimmer haben, das zwischen 20 und 30 m²groß ist. In jedem Zimmer ist ein eigener Telefon- und Antennenanschluss vorhanden. Damit eine persönliche Atmosphäre und ein möglichst gutes „zu Hause Gefühl“ entstehen kann, werden die Bewohnerzimmer mit mitgebrachten, eigenen Möbeln ausgestattet. Für tagesstrukturierende Aktivitäten, wie gemeinsames Kochen, Tisch decken und Beschäftigungseinheiten stehen große, helle Räume zur Verfügung. Bei schönem Wetter steht den Bewohnern eine große Terrasse, die an der Ostseite des Gebäudes liegt, zur Verfügung. In der kalten Jahreszeit lädt der gemütliche Kachelofen zum Verweilen und „Schwätzchen halten“ ein. Insgesamt entsteht so ein geschützter Raum, in dem die Bewohner – trotz der Krankheit – ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend gefordert und gefördert werden können.